.\" -*- coding: UTF-8 -*- .\" Copyright 2014, Michael Kerrisk .\" Copyright, the authors of the Linux man-pages project .\" .\" SPDX-License-Identifier: GPL-2.0-or-later .\" .\"******************************************************************* .\" .\" This file was generated with po4a. Translate the source file. .\" .\"******************************************************************* .TH setsid 2 "8. Februar 2026" "Linux man\-pages 6.18" .SH BEZEICHNUNG setsid \- erzeugt eine neue Sitzung und setzt die Prozessgruppenkennung .SH BIBLIOTHEK Standard\-C\-Bibliothek (\fIlibc\fP,\ \fI\-lc\fP) .SH ÜBERSICHT .nf \fB#include \fP .P \fBpid_t setsid(void);\fP .fi .SH BESCHREIBUNG \fBsetsid\fP() erzeugt eine neue Sitzung, wenn der aufrufende Prozess kein Prozessgruppen\-Führer ist. Der aufrufende Prozess wird dann Führer der neuen Sitzung (seine Sitzungskennung ist die gleiche wie die Prozesskennung). Der aufrufende Prozess wird außerdem zum Führer einer neuen Prozessgruppe in dieser Sitzung (seine Prozessgruppenkennung ist die gleiche wie die Prozesskennung). .P Der aufrufende Prozess wird der einzige Prozess in der neuen Prozessgruppe und der neuen Sitzung sein. .P Anfänglich hat die neue Sitzung kein steuerndes Terminal. Für Details darüber, wie eine Sitzung ein steuerndes Terminal erlangt, siehe \fBcredentials\fP(7). .SH RÜCKGABEWERT Bei Erfolg wird die (neue) Sitzungskennung des aufrufenden Prozesses zurückgeliefert. Im Fehlerfall ist der Rückgabewert \fI(pid_t)\ \-1\fP und \fIerrno\fP wird entsprechend gesetzt. .SH FEHLER .TP \fBEPERM\fP Die Prozessgruppenkennung irgendeines Prozesses der Prozessgruppe ist die PID des aufrufenden Prozesses. Somit schlägt der Aufruf von \fBsetsid\fP() insbesondere dann fehl, wenn der aufrufende Prozess bereits ein Prozessgruppen\-Führer ist. .SH STANDARDS POSIX.1\-2024. .SH GESCHICHTE POSIX.1\-2001, SVr4. .SH ANMERKUNGEN Ein mittels \fBfork\fP(2) erzeugter Kindprozess erbt die Sitzungskennung seines Elternprozesses. Die Sitzungskennung bleibt über einen Aufruf von \fBexecve\fP(2) erhalten. .P Ein Prozessgruppen\-Führer ist ein Prozess, dessen Prozessgruppenkennung und Prozesskennung gleich sind. Wenn einem Prozessgruppen\-Führer verboten wird, \fBsetsid\fP() aufzurufen, wird auch verhindert, dass der Prozessgruppen\-Führer sich selbst in einer neuen Sitzung platziert, während andere Prozesse in der Prozessgruppe in ihrer Originalsitzung verbleiben. Solch ein Szenario würde die strikte zweistufige Hierarchie von Sitzungen und Prozessgruppen verletzen. Um sicher zu stellen, dass \fBsetsid\fP() funktioniert, rufen Sie \fBfork\fP(2) auf und lassen Sie den Elternprozess \fB_exit\fP(2) ausführen, während das Kind (das bei Definition kein Prozessgruppenleiter sein kann) \fBsetsid\fP() aufruft. .P Falls eine Sitzung ein steuerndes Terminal hat und der Schalter \fBCLOCAL\fP für dieses Terminal nicht gesetzt ist und das Terminal aufhängt, dann wird dem Sitzungsleitenden ein Signal \fBSIGHUP\fP gesandt. .P Falls ein Prozess, der ein Sitzungsleitender ist, sich beendet, dann wird ein Signal \fBSIGHUP\fP an jeden Prozess in der Vordergrundprozessgruppe des steuernden Terminals gesandt. .SH "SIEHE AUCH" \fBsetsid\fP(1), \fBgetsid\fP(2), \fBsetpgid\fP(2), \fBsetpgrp\fP(2), \fBtcgetsid\fP(3), \fBcredentials\fP(7), \fBsched\fP(7) .PP .SH ÜBERSETZUNG Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Stefan Janke , Martin Eberhard Schauer , Dr. Tobias Quathamer und Mario Blättermann erstellt. .PP Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die .UR https://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html GNU General Public License Version 3 .UE oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen. .PP Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die .MT debian-l10n-german@lists.debian.org Mailingliste der Übersetzer .ME .