sane-fujitsu(5) SANE Scanner Access Now Easy sane-fujitsu(5) BEZEICHNUNG sane-fujitsu - SANE-Backend fur Scanner der Serie fi von Fujitsu und Ricoh BESCHREIBUNG Die Bibliothek sane-fujitsu implementiert ein SANE-(Scanner Access Now Easy) Backend zum Zugriff auf die meisten Fujitsu-Flachbett- und -ADF-Scanner sowie nachfolgende Ricoh-Modelle. Dieses Dokument beschreibt Backend-Version 140. UNTERSTUTZTE HARDWARE Diese Version unterstutzt jedes bekannte Modell, das die Fujitsu-SCSI- und -SCSI-uber-USB-Protokolle verwendet. Insbesondere werden die Serie SCSI M309x und M409x, die SCSI fi-Serie und die meisten der USB fi-, ScanSnap- & iX-Serie unterstutzt. Bitte schauen Sie auf die Liste unter http://www.sane-project.org/sane-supported-devices.html fur Details. Dieses Backend konnte weitere Fujitsu- oder neuere Ricoh-Scanner unterstutzen. Die beste Art, den Grad der Unterstutzung zu ermitteln, ist den Scanner direkt zu testen oder einen Datenmitschnitt des laufenden Windows-Treibers einzusammeln. Bitte nehmen Sie mit dem Autor fur Hilfe oder mit Testergebnissen (auf Englisch) Kontakt auf. NICHT UNTERSTUTZTE HARDWARE Die folgenden Scanner funktionieren bekanntermassen NICHT mit diesem Backend, entweder weil sie einen nicht unterstutzten Chipsatz haben oder weil sie einen nicht unterstutzten Schnittstellentyp haben. Einige dieser Scanner konnten von einem anderen Backend unterstutzt werden. -------------------------------------- SCSI: SERIELL: USB: ------------ ------------ ------------ ScanStation M3093E/DE/EX fi-4110EOX/2 ScanPartner M3096EX fi-4010CU SP-Jr M3097E+/DE S300/S300M SP-10/10C M3099A/EH/EX S1300/S1100 SP-15C/300C fi-60F/65F SP-600C/620C fi-5015C SP-2x/3x OPTIONEN Es wurde versucht, alle Hardware-Optionen offenzulegen, einschliesslich: source s wahlt die Scan-Quelle. Optionen konnen >>Flatbed<<, >>ADF Front<<, >>ADF Back<<, >>ADF Duplex<<, >>Card Front<<, >>Card Back<< und >>Card Duplex<< sein. mode m wahlt den Scanmodus. Optionen konnen >>Lineart<<, >>Halftone<<, >>Gray<< und >>Color<< sein. resolution, y-resolution steuert die Scan-Auflosung. Setzen von --resolution setzt auch --y-resolution, allerdings wird dieses Verhalten von einigen Oberflachen ausser Kraft gesetzt. tl-x, tl-y, br-x, br-y setzt die oberen linken und unteren rechten Koordinaten des Scan-Bereiches. Diese werden durch einige Oberflachen in t, l, x, y umbenannt. page-width, page-height setzt die Papiergrosse. Wird von Scannern verwendet, um beim Einsatz des automatischen Dokumenteneinzugs (ADF) die Zentrierung der Scan-Koordinaten zu bestimmen und zu erkennen, ob mehrere Seiten gleichzeitig eingezogen wurden. Weitere Optionen sind verfugbar, abhangig von den Fahigkeiten des Scanners: Maschinen mit IPC oder DTC werden zusatzliche Verbesserungsoptionen haben, solche mit CMP werden Komprimierungsoptionen haben, solche mit einem Drucker werden eine Gruppe von Markiereroptionen haben. Zusatzlich werden eine Reihe von >>Software<<-Optionen vom Backend offengelegt. Diese sind Reimplementierungen von Funktionalitaten, die von grosseren Scannern selbst bereitgestellt werden, aber stattdessen auf dem Rechner laufen. Dies ermoglicht es kleineren Maschinen, ahnliche Fahigkeiten zu haben. Bitte beachten Sie, dass diese Funktionalitaten etwas vereinfachend sind und nicht so gut funktionieren konnten wie die Implementierungen der Scanner. Beachten Sie auch, dass diese Funktionalitaten es notwendig machen, dass der Treiber das gesamte Bild im Hauptspeicher zwischenspeichert. Dies fuhrt fast sicher zu einer Reduzierung der Scangeschwindigkeit. swcrop weist den Treiber an, die Grenzen des Papiers innerhalb des grosseren Bildes zu erkennen und die leeren Kanten abzuschneiden. swdeskew weist den Treiber an, die Orientierung innerhalb des grosseren Bildes zu erkennen und die Drehung anzupassen. swdespeck X weist den Treiber an, Punkte vom Durchmesser X zu finden und vom Bild zu entfernen und den Bereich mit dem Durchschnitt der umgebenen Farbe zu fullen. Verwenden Sie >>scanimage --help<<, um eine Liste zu erhalten, berucksichtigen Sie aber, dass einige Optionen nur gesetzt werden konnen, wenn andere gesetzt wurden, und die fortgeschrittenen Optionen durch einige Programmoberflachen versteckt sein konnen. KONFIGURATIONSDATEI Aus der Konfigurationsdatei fujitsu.conf ermittelt das Backend, wie nach Scannern gesucht werden soll. Ausserdem stellt sie Optionen zur Steuerung der Aktionen des Backends bereit. Diese Datei wird immer dann gelesen, wenn das Frontend vom Backend eine Liste der Scanner anfordert, im Allgemeinen nur, wenn das Frontend gestartet wird. Falls die Konfigurationsdatei fehlt, wird das Backend keine Scanner finden. Scanner konnen in der Konfigurationsdatei auf vier Arten angegeben werden: "scsi FUJITSU" weist das Backend an, alle SCSI-Busse im System nach einem Gerat zu durchsuchen, das sich selbst als ein von >>FUJITSU<< hergestellter Scanner meldet. >>scsi /dev/sg0<< (oder eine andere SCSI-Geratedatei) weist das Backend an, das benannte SCSI-Gerat zu offnen. Nur nutzlich, wenn mehrere kompatible Scanner an Ihrem System angeschlossen sind und Sie einen auswahlen mussen. Dies sollte wahrscheinlich nicht mit einer der anderen oben dargestellten >>scsi<<-Zeilen verwendet werden. >>usb 0x04c5 0x1042<< (oder andere Lieferanten-/Produktkennungen) weist das Backend an, alle USB-Busse im System nach einem Gerat zu durchsuchen, das diese Lieferanten- und Produktkennung verwendet. Das Gerat wird abgefragt, um zu bestimmen, ob es ein unterstutzter Scanner ist. "usb /dev/usb/scanner0" (oder eine andere Geratedatei) Einige Systeme benotigen einen Kerneltreiber zum Zugriff auf USB-Scanner. Diese Methode ist nicht getestet. Die einzige unterstutzte Konfigurationsoption ist >>buffer-size=xxx<<. Sie erlaubt es Ihnen, die Anzahl der Bytes im Datenpuffer auf etwas anderes als die einkompilierte Vorgabe von 65536 (64 kB) zu setzen. Einige Benutzer berichten, dass Ihr Scanner auf der Mitte der Seite hangen bleibt oder kein Bild ubertragt, falls der Puffer nicht gross genug ist. Hinweis: Diese Option kann mehrfach in der Konfigurationsdatei auftauchen. Sie gilt nur fur Scanner, die mit den >>scsi/usb<<-Zeilen ermittelt werden, die dieser Option folgen. Hinweis: Das Backend legt keine obere Grenze an diesen Wert an, da einige Benutzer einen sehr grossen Wert benotigen. Werte oberhalb der Vorgabe werden nicht empfohlen und konnten Ihr Betriebssystem zum Absturz bringen oder Ihren SCSI-Kartentreiber sperren. Sie wurden gewarnt. UMGEBUNGSVARIABLEN Das Backend verwendet eine einzelne Umgebungsvariable SANE_DEBUG_FUJITSU, die das Debugging auf die Standardfehlerausgabe ermoglicht. Gultige Werte sind: 5 Fehler 10 Funktionsdatenspuren 15 Funktionsdetails 20 Optionsbefehle 25 SCSI-/USB-Verfolgung 30 SCSI-/USB-Schreibvorgang 31 SCSI-/USB-Lesevorgang 35 Nutzloses Rauschen BEKANNTE PROBLEME Insbesondere bei hohen Auflosungen konnte es Flachbett-Einheiten nicht gelingen, den maximal moglichen Bereich zu scannen. Alle Modelle, die wahrend der Abfrage kein VPD unterstutzen, werden nicht funktionieren, bis eine Ausserkraftsetzung zu diesem Backend hinzugefugt worden ist. CCIT-Fax-Komprimierung (von alteren Scannern verwendet) wird nicht unterstutzt. JPEG-Ausgabe wird vom Backend, aber nicht vom SANE-Protokoll unterstutzt, daher ist dies in dieser Veroffentlichung deaktiviert. Um es zu aktivieren, bauen Sie das Backend aus den Quellen neu. Auf keinem Scanner-Modell werden Netzwerkschnittstellen unterstutzt. DANKSAGUNGEN m3091-Backend: Frederik Ramm m3096g-Backend: Randolph Bentson (mit Danksagungen an den unbenannten Autor des Coolscan-Treibers) fujitsu-Backend, m3093, fi-4340C, ipc, cmp, Langzeitbetreuer: Oliver Schirrmeister m3092: Mario Goppold fi-4220C und grundlegende USB-Unterstutzung: Ron Cemer fi-4120, fi-series-Farbe, grundlegende Backend-Uberarbeitung, JPEG, aktueller Betreuer: m. allan noah: JPEG-Ausgabe und Verwendung bei wenig Arbeitsspeicher, finanziert durch: Archivista GmbH www.archivista.ch Markierer-Unterstutzung, finanziert durch: O A S Oilfield Accounting Service Ltd 1500, 840 - 7th Avenue S.W. Calgary, Alberta T2P 3G2 Kanada 1-403-263-2600 www.oas.ca Automatische Langenerkennungsunterstutzung, finanziert durch: Martin G. Miller mgmiller at optonline.net Hardware-Spenden, Software-Bildverbesserung und fi-6/7xxx-Unterstutzung finanziert durch: PFU of America, Inc. fujitsuscanners.com iX500-Unterstutzung finanziert durch: Prefix Computer Services www.prefixservice.com SIEHE AUCH sane(7), sane-scsi(5), sane-usb(5), sane-sp15c(5), sane-avision(5), sane-epjitsu(5) AUTOR m. allan noah: UBERSETZUNG Die deutsche Ubersetzung dieser Handbuchseite wurde von Mario Blattermann und Helge Kreutzmann erstellt. Diese Ubersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General Public License Version 3 oder neuer bezuglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG ubernommen. Wenn Sie Fehler in der Ubersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die Mailingliste der Ubersetzer . 24. Marz 2023 sane-fujitsu(5)