'\" t .\" Title: renice .\" Author: [see the "AUTHOR(S)" section] .\" Generator: Asciidoctor 2.0.26 .\" Date: 2026-09-02 .\" Manual: Dienstprogramme für Benutzer .\" Source: util-linux 2.42.3 .\" Language: English .\" .TH "RENICE" "1" "2026-09-02" "util\-linux 2.42.3" "Dienstprogramme für Benutzer" .ie \n(.g .ds Aq \(aq .el .ds Aq ' .ss \n[.ss] 0 .nh .ad l .de URL \fI\\$2\fP <\\$1>\\$3 .. .als MTO URL .if \n[.g] \{\ . mso www.tmac . am URL . ad l . . . am MTO . ad l . . . LINKSTYLE blue R < > .\} .SH "BEZEICHNUNG" renice \- die Priorität laufender Prozesse ändern .SH "ÜBERSICHT" .sp \fBrenice\fP [\fB\-n\fP|\fB\-\-priority|\-\-relative\fP] \fIPriorität\fP [\fB\-g\fP|\fB\-p\fP|\fB\-u\fP] \fIBezeichner\fP … .SH "BESCHREIBUNG" .sp \fBrenice\fP ändert das Prioritäts_Scheduling eines oder mehrerer laufender Prozesse. Das erste Argument ist der zu verwendende \fIPrioritäts\fP\-Wert. Die anderen Argumente werden als Prozesskennungen interpretiert (Vorgabe), Prozessgruppenkennungen, Benutzerkennungen oder Benutzernamen. Das Anwenden von \fBrenice\fP auf eine Prozessgruppe beeinflusst das Scheduling aller Prozesse in dieser Prozessgruppe gleichermaßen. Das Anwenden von \fBrenice\fP auf einen Benutzer ändert das Prioritäts\-Scheduling aller Prozesse, die diesem Benutzer gehören. .sp Standardmäßig wird die \fIPriorität\fP als absoluter Wert interpretiert. Wenn jedoch die Option*\-\-relative* angegeben wird oder wenn die Option \fB\-n\fP angegeben und die Umgebungsvariable*POSIXLY_CORRECT* gesetzt ist, dann wird die \fIPriorität\fP als relativer Wert interpretiert. .SH "OPTIONEN" .sp \fB\-n\fP \fIPriorität\fP|\fIDelta\fP .RS 4 gibt das \fBabsolute\fP zu verwendende \fIPrioritäts\fP\-Scheduling (wenn \fBPOSIXLY_CORRECT\fP nicht gesetzt ist) oder eine relative Priorität (wenn \fBPOSIXLY_CORRECT\fP gesetzt \fBist\fP) an. In den nachfolgenden \fBANMERKUNGEN\fP finden Sie Details hierzu. Die Verwendung von \fB\-n\fP ist optional – wird es verwendet, muss es das erste Argument sein. .RE .sp \fB\-\-priority\fP \fIPriorität\fP .RS 4 gibt das \fBabsolute\fP zu verwendende \fIPrioritäts\fP\-Scheduling an. Dies ist die Vorgabe, wenn keine Option angegeben wird. .RE .sp \fB\-\-relative\fP \fIDelta\fP .RS 4 gibt eine relative Priorität an. Das tatsächliche Prioritäts\-Scheduling wird um das angegebene \fIDelta\fP erhöht bzw. verringert (wie mit der Option \fB\-n\fP, wenn \fBPOSIXLY_CORRECT\fP gesetzt ist). .RE .sp \fB\-g\fP, \fB\-\-pgrp\fP .RS 4 interpretiert die nachfolgenden Argumente als Prozessgruppenkennungen. .RE .sp \fB\-p\fP, \fB\-\-pid\fP .RS 4 interpretiert die nachfolgenden Argumente als Prozesskennungen (Vorgabe). .RE .sp \fB\-u\fP, \fB\-\-user\fP .RS 4 interpretiert die nachfolgenden Argumente als Benutzernamen oder Benutzerkennungen. .RE .sp \fB\-h\fP, \fB\-\-help\fP .RS 4 zeigt einen Hilfetext an und beendet das Programm. .RE .sp \fB\-V\fP, \fB\-\-version\fP .RS 4 zeigt Versionsinformationen an und beendet das Programm. .RE .SH "DATEIEN" .sp \fI/etc/passwd\fP .RS 4 zum Zuordnen der Benutzernamen zu Benutzerkennungen .RE .SH "ANMERKUNGEN" .sp Benutzer, die keine Superuser sind, können nur die Priorität solcher Prozesse ändern, die ihnen selbst gehören. Weiterhin können unprivilegierte Benutzer den »Nice−Wert« nur \fIerhöhen\fP (das heißt, eine niedrigere Priorität wählen), außerdem sind solche Änderungen nicht umkehrbar, es sei denn (seit Linux 2.6.12), dass der Benutzer eine passende Ressourcenbeschränkung des »Nice\-Werts« hat (siehe \fBgetrlimit\fP(2)). .sp Der Superuser darf die Priorität aller Prozesse ändern und die Priorität auf jeden Wert von \-20 bis 19 setzen. Sinnvolle Prioritäten sind: 19 (die betroffenen Prozesse werden nur ausgeführt, wenn nichts anderes im System ausgeführt wird), 0 (das »grundlegende« Prioritäts\-Scheduling), eine negative Zahl (um Dinge sehr schnell ablaufen zu lassen). .sp Aus historischen Gründen in dieser Implementierung folgt die Option \fB\-n\fP nicht der POSIX\-Spezifikation. Daher wird standardmäßig anstelle einer \fBrelativen\fP eine \fBabsolute\fP Priorität gesetzt. Da dies nicht erwünscht sein könnte, kann dieses Verhalten durch Setzen der Umgebungsvariable \fBPOSIXLY_CORRECT\fP auf vollständig POSIX\-kompatibel beeinflusst werden. Siehe auch die Optionen \fB\-\-relative\fP und \fB\-\-priority\fP, deren Verhalten nicht von Umgebungsvariablen abhängig ist. .SH "GESCHICHTE" .sp Der Befehl \fBrenice\fP erschien in 4.0BSD. .SH "BEISPIEL" .sp Der folgende Befehl ändert die Priorität der Prozesse mit den Prozesskennungen 987 und 32 und außerdem aller Prozesse, die den Benutzern »daemon« und »root« gehören: .RS 3 .ll -.6i .sp \fBrenice +1 987 \-u daemon root \-p 32\fP .br .RE .ll .SH "SIEHE AUCH" .sp \fBnice\fP(1), \fBchrt\fP(1), \fBgetpriority\fP(2), \fBsetpriority\fP(2), \fBcredentials\fP(7), \fBsched\fP(7) .SH "FEHLER MELDEN" .sp Nutzen Sie zum Melden von Fehlern das \c .URL "https://github.com/util\-linux/util\-linux/issues" "Fehlererfassungssystem" "." .SH "VERFÜGBARKEIT" .sp Der Befehl \fBrenice\fP ist Teil des Pakets util\-linux, welches aus dem \c .URL "https://www.kernel.org/pub/linux/utils/util\-linux/" "Linux\-Kernel\-Archiv" "" heruntergeladen werden kann.