.\" -*- coding: UTF-8 -*- .\" Copyright 1994-1995, Daniel Quinlan .\" Copyright 2002-2017, Michael Kerrisk .\" Copyright, the authors of the Linux man-pages project .\" .\" SPDX-License-Identifier: GPL-3.0-or-later .\" .\"******************************************************************* .\" .\" This file was generated with po4a. Translate the source file. .\" .\"******************************************************************* .TH proc_pid_root 5 "8. Februar 2026" "Linux man\-pages 6.18" .SH BEZEICHNUNG /proc/pid/root/ \- symbolischer Link auf das Wurzelverzeichnis .SH BESCHREIBUNG .TP \fI/proc/\fPPID\fI/root/\fP UNIX und Linux unterstützen das Konzept eines prozesseigenen Wurzel\-Dateisystems (root), das für jeden Prozess mit dem Systemauf \fBchroot\fP(2) gesetzt wird. Diese Datei ist ein symbolischer Link, der auf das Wurzelverzeichnis des Prozesses weist, und verhält sich wie es auch \fIexe\fP und \fIfd/*\fP tun. .IP Beachten Sie, dass diese Datei nicht nur ein einfacher symbolischer Link ist. Sie stellt den gleichen Blick auf das Dateisystem (einschließlich Namensräume und der Gruppe der pro\-Prozess\-Einhängungen) wie der Prozess dar. Ein Beispiel erläutert diesen Punkt. In einem Terminal wird eine Shell in einem neuen Benutzer\- und Einhängenamensraum gestartet und in dieser Shell werden einige neue Einhängungen erstellt: .IP .in +4n .EX $\fB PS1=\[aq]sh1# \[aq] unshare \-Urnm\fP; sh1#\fB mount \-t tmpfs tmpfs /etc\fP; # Leeres Tmpfs unter /etc einhängen sh1#\fB mount \-\-bind /usr /dev\fP; # /usr unter /dev einhängen sh1#\fB echo $$\fP; 27123 .EE .in .IP In einem zweiten Terminalfenster, in dem ursprünglichen Einhängenamensraum, wird der Inhalt der entsprechenden Einhängungen in dem ursprünglichen und dem neuen Namensraum angeschaut: .IP .in +4n .EX $\fB PS1=\[aq]sh2# \[aq] sudo sh\fP; sh2#\fB ls /etc | wc \-l\fP; # Im anfänglichen NR 309 sh2#\fB ls /proc/27123/root/etc | wc \-l\fP; # /etc in anderem NR 0 # Das leere Verz tmpfs sh2#\fB ls /dev | wc \-l\fP; # Im anfänglichen NR 205 sh2#\fB ls /proc/27123/root/dev | wc \-l\fP; # /dev in anderem NR 11 # Tatsächlich bind\- # eingehängt in /usr sh2#\fB ls /usr | wc \-l\fP; # /usr im anfänglichen NR 11 .EE .in .IP .\" The following was still true as at kernel 2.6.13 In einem Multithread\-Prozess ist der Inhalt des symbolischen Links \fI/proc/\fPPID\fI/root\fP nicht mehr verfügbar, wenn der Haupt\-Thread schon beendet ist (typischerweise durch einen Aufruf von \fBpthread_exit\fP(3)). .IP Die Rechte, diesen symbolischen Link zu dereferenzieren oder zu lesen (\fBreadlink\fP(2)), werden von einer Ptrace\-Zugriffsmodusprüfung \fBPTRACE_MODE_READ_FSCREDS\fP gesteuert; siehe \fBptrace\fP(2). .SH "SIEHE AUCH" \fBproc\fP(5) .PP .SH ÜBERSETZUNG Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Martin Eberhard Schauer , Dr. Tobias Quathamer , Chris Leick , Erik Pfannenstein und Helge Kreutzmann erstellt. .PP Diese Übersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die .UR https://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html GNU General Public License Version 3 .UE oder neuer bezüglich der Copyright-Bedingungen. Es wird KEINE HAFTUNG übernommen. .PP Wenn Sie Fehler in der Übersetzung dieser Handbuchseite finden, schicken Sie bitte eine E-Mail an die .MT debian-l10n-german@lists.debian.org Mailingliste der Übersetzer .ME .