mount.davfs(8) 1.7.3 mount.davfs(8) BEZEICHNUNG mount.davfs - Hangt eine WebDAV-Resource als davfs2-Dateisystem ein UBERSICHT mount.davfs [-h | --help] [-V | --version] mount {dir | webdavserver} UBERSICHT (nur fur root) mount -t davfs [-o option[,...]] webdavserver dir mount.davfs [-o option[,...]] webdavserver dir BESCHREIBUNG mount.davfs hangt die WebDAV-Resource webdavserver in das Verzeichnis dir des lokalen Dateisystems ein. WebDAV (RFC 4918) ist eine HTTP-Erweiterung, die die gemeinsame Bearbeitung von Web-Resourcen aus der Ferne erlaubt. mount.davfs ist Teil des davfs2-Packets. davfs2 erlaubt es, Dokumente auf einem Webserver mit Standardanwendungen zu bearbeiten, die dafur keine WebDAV-Erweiterungen benotigen. Z.B. konnte eine Web-Site auf einem entfernten Webserver mit den gleichen Werkzeugen bearbeitet werden, mit denen sie erstellt wurde. Oder man kann auf einem WebDAV-Server Dokumente speichern, die man von verschiedenen Orten aus bearbeiten will. davfs2 unterstutzt TLS/SSL (falls die Neon-Bibliothek es unterstutzt) und Verbindungen uber einen Proxy. Es wird uber das fuse Kernel-Dateisystem in das virtuelle Dateisystem eingebunden. Derzeit wird FUSE_KERNEL_VERSION 7 unterstutzt. mount.davfs wird normalerweise durch das mount(8)-Programm aufgerufen, wenn der Parameter -t davfs angegeben ist. Nach dem Einhangen lauft es als Hintergrundprozess. Zum Aushangen wird das umount(8)-Programm benutzt. webdavserver ist die URL des Servers. Sie muss mindestens den Host-Namen enthalten. Zusatzlich konnen das Schema, die Portnummer und der Pfad enthalten sein. Fur fehlende Komponenten werden sinnvolle Standardwerte eingesetzt. Die Pfad-Komponente darf nicht in %-kodierter Form sein. Wird die URL jedoch an der Kommandozeile oder in die fstab eingegeben, mussen die Escape-Regeln der Shell bzw. der fstab beachtet werden. dir ist der Einhangepunkt. Es kann eine absolute oder relative Pfadangabe sein. fstab kann wie gewohnt benutzt werden, um Dateisysteme anzugeben. Im ersten Feld muss anstelle des Gerates die URL des WebDAV-Servers angegeben werden. Fur jeden Einhangepunkt darf es nur einen Eintrag in fstab geben. OPTIONEN -V --version Zeige die Version an. -h --help Zeige einen Hilfe-Text an. -o Eine durch Kommas unterteilte Liste von Optionen. Mogliche Optionen sind: [no]auto Kann (nicht) mit mount -a eingehangt werden. Voreinstellung: auto. comment=Kommentar Diese Option wird von mount.davfs ignoriert. Andere Programme verlangen moglicherweise diese Option in der fstab. conf=absoluter Pfad Eine alternative Benutzer-Konfigurationsdatei fur den Fall, dass die Standard-Konfigurationsdatei im Home-Verzeichnis des Benutzers nicht verwendet werden kann. Voreinstellung: ~/.davfs2/davfs2.conf [no]dev In einem davfs2-Dateisystem sind grundsatzlich keine Geratedateien (device special files) moglich. Diese Option ist nur wegen der Kompatibilitat mit mount(8) vorhanden und wird immer auf nodev gesetzt. dir_mode=mode Standardwert fur die Dateirechte von Verzeichnissen in oktaler Schreibweise. s-Bits fur den Eigentumer und die Gruppen werden stillschweigend ignoriert. Voreinstellung: wird aus der umask des Benutzers abgeleitet. Wenn ein r-Bit gesetzt ist, wird auch das entsprechende x-Bit gesetzt. [no]exec Die Ausfuhrung von Programm-Dateien ist (nicht) erlaubt Voreinstellung: exec. (Bei einem normalen Benutzer gibt mount(8) als Voreinstellung noexec vor.) file_mode=mode Standardwert fur die Dateirechte von normalen Dateien in oktaler Schreibweise. s-Bits fur den Eigentumer und die Gruppen werden stillschweigend ignoriert. Voreinstellung: wird aus der umask des Benutzers abgeleitet; es werden keine x-Bits gesetzt. gid=group Das Dateisystem gehort zu dieser Gruppe. Es kann die Nummer der Gruppe oder der Name angegeben werden. Der Benutzer, der das Dateisystem einhangt, muss Mitglied dieser Gruppe sein, es sei denn er ist root. Voreinstellung: die primare Gruppe des Benutzers. [no]grpid Wenn diese Option gesetzt ist, erhalten neue Dateien die gleiche Gruppe wie das Verzeichnis, in dem sie erzeugt werden. Dies gilt auch fur Dateien, die auf dem Server vorhanden sind, aber nicht im lokalen Cache. (Dies wird gemacht, weil die Gruppe nicht auf dem Server gespeichert ist.) Wenn das Verzeichnis die Gruppe root hat, wird diese Option ignoriert. Voreinstellung: nogrpid. [no]_netdev Das Dateisystem benotigt (k)eine Netzwerkverbindung. Diese Information erlaubt es dem Betriebssystem, das Dateisystem beim Systemstart und beim Herunterfahren des Netzwerks angemessen zu behandeln. Voreinstellung: _netdev ro Das Dateisystem erlaubt nur Lese-Zugriffe. Voreinstellung: rw. rw Auf das Dateisystem kann lesend und schreibend zugegriffen werden. Voreinstellung: rw. [no]suid In davfs2-Dateisystemen sind grundsatzlich keine s-Bits fur den Besitzer und die Gruppe erlaubt. Die Option ist nur zwecks Kompatibilitat mit mount(8) vorhanden und wird immer auf nosuid gesetzt. [no]user Erlaube einem normalen Benutzer (nicht) das Dateisystem einzuhangen. Der Name des Benutzers wird in die mtab geschrieben, damit er das Dateisystem wieder aushangen kann. Die Option user zieht die Optionen noexec, nosuid und nodev nach sich, falls diese nicht explizit anders gesetzt werden. Diese Option hat nur in der fstab einen Sinn. Voreinstellung: normale Benutzer durfen nicht mounten. users Wie user, aber jeder Benutzer darf das Dateisystem wieder aushangen. Dies wird im Allgemeinen nicht empfohlen. Wenn ein unprivilegierter Benutzer bei Verwendung der user-Option das Dateisystem einhangen kann, derselbe Benutzer es aber nicht mehr aushangen kann, dann kann die users-Option sinnvoll sein. Voreinstellung: nur der Benutzer, der das Dateisystem einghangt hat, darf es wieder aushangen. uid=user Der Beseitzer des Dateisystems. Kann als numerische Benutzerkennung oder als Name angegeben werden. Nur wenn root das Dateisystem einhangt, darf sie von der Benutzerkennung des Benutzers abweichen, der das Dateisystem einhangt. Voreinstellung: Kennung des Benutzers. username=WebDAV_user Dieser Name wird zur Anmeldung beim WebDAV-Server benutzt. Die Option ist nur fur den Gebrauch mit pam_mount gedacht. Wenn sie gesetzt ist, werden die Anmaldedaten in der secrets-Datei ignoriert. Das Passwort wird immer von stdin eingelesen, auch wenn die Option askauth auf 0 gesetzt ist. Benutze die Option nicht in der fstab. Der Benutzername ist in der Ausgabe von ps fur jedermann sichtbar. Voreingestellt: kein username SICHERHEITSREGELN Um ein Dateisystem einzuhangen, braucht mount.davfs root-Rechte. Aber es ist ein Sicherheitsrisiko, einen Hintergrundprozess, der mit dem Internet verbunden ist, mit root-Rechten laufen zu lassen. Deshalb andert mount.davfs seine Benutzer- und Gruppenkennung, wenn es in den Hinterdrund wechselt. Wenn mount.davfs von root gestartet wird, lauft es als Benutzer nobody und Gruppe network. Dies kann in /etc/davfs2/davfs2.conf geandert werden. Wenn es von einem normalen Benutzer gestartet wird, lauft es mit dessen Benutzerkennung und Gruppe network. Da das Dateisystem uber eine unsichere Internet-Verbindung angebunden sein kann, ist das Risiko erhoht, dass darin Dateien mit schadlichem Inhalt sind. Deshalb hat mount.davfs etwas starkere Einschrankungen als mount(8). Die Optionen nosuid und nodev werden immer gesetzt; das kann auch root nicht andern. Damit normale Benutzer ein Dateisystem einhangen konnen, mussen sie der Gruppe network angehoren und es muss durch einen Eintrag in der fstab erlaubt werden. Wenn in fstab ein relativer Dateiname als Einhangepunkt angegeben ist und ein normaler Benutzer ein Dateisystem einhangt, muss der Einhangepunkt innerhalb des Home-Verzeichnisses dieses Benutzers liegen. Wenn in der fstab die Optionen uid und/oder gid angegeben sind, kann ein normaler Benutzer das Dateisystem nur einhangen, wenn es seine Benutzerkennung ist und wenn er zur angegebenen Gruppe gehort. WARNHINWEIS: Wenn root durch einen Eintrag in der fstab einem normalen Benutzer erlaubt, ein Dateisystem einzuhangen, dann erlaubt er ihm damit auch, die dazu gehorigen vertraulichen Zugangsdaten aus der Datei /etc/davfs2/secrets zu lesen, sowie den notigen privaten Schlussel des dazu gehorigen Client-Zertifikats. Das sollte man nur tun, wenn man diese Informationen dem Benutzer auch direkt geben wurde. URLS UND EINHANGEPUNKTE MIT LEERZEICHEN Zeichen mit Sonderfunktion, wie z.B. das Leerzeichen, in Pfadangaben sind Mist. Unterschiedliche Programme und Protokolle interpretieren sie unterschiedlich und haben unterschiedliche Escape-Regeln. In der fstab mussen Leerzeichen durch den dreistelligen oktalen Zeichencode mit vorangestelltem Escape-Zeichen ersetzt werden. Also z.B. http://foo.bar/path\040with\040spaces anstelle von http://foo.bar/path with spaces. Fur die Dateien davfs2.conf und secrets sind die Regeln im davfs2.conf(5)-Handbuch beschrieben. Auf der Kommandozeile mussen die Regeln der Shell beachtet werden. CACHE mount.davfs versucht den Netzwerkverkehr durch Verwendung eines Cache zu verringern. Informationen uber Verzeichnisse werden im Hauptspeicher gehalten und heruntergeladene Dateien werden auf der Festplatte gespeichert. mount.davfs benotigt von allen offenen Dateien eine Lokale Kopie im Cache-Verzeichnis. Stelle bitte sicher, dass dafur ausreichend Platz auf der Festplatte zur Verfugung steht. mount.davfs betrachtet Informationen uber Verzeichnisse und Dateiattribute fur eine (konfigurierbare) Zeit als gultig. Es holt diese Informationen nur dann erneut vom Server, wenn diese Zeit abgelaufen ist oder es andere Hinweise hat, dass die Informationen sich geandert haben. Wenn jemand anderes auf dem Server eine Datei neu anlegt oder loscht, kann es deshalb etwas dauern, bis dies im lokalen Dateisystem sichtbar wird. Dies betrifft nicht den Inhalt von Dateien und die Auflistung von Verzeichnisinhalten. Wenn eine Datei geoffnet wird, wird immer der Server nach einer evtl. neuen Version gefragt. Im davfs2.conf(5)-Handbuch finden sich Hinweise, wie dies angepasst werden kann. SPERREN, VERLORENGEGANGENE ANDERUNGEN UND BACKUP-DATEIEN Mit WebDAV wurden Sperren eingefurht und mount.davfs benutzt diese standardmassig. Normalerweise verhindern diese, dass zwei Leute gleichzeitig die selbe Datei andern. Aber nicht immer: In /etc/davfs2/davfs2.conf oder ~/.davfs2/davfs2.conf konnten die Sperren deaktiviert sein. Moglicherweise unterstutzt der Server keine Sperren (sie sind in WevDAV nicht zwingend vorgeschrieben). Durch eine schlechte Netzwerkverbindung konnte das rechtzeitige Erneuern einer Sperre verhindert werden. Ein anderer WebDAV-Client konnte deine Sperre benutzen (das ist nicht schwierig und konnte auch aus Versehen geschehen). mount.davfs pruft deshalb, ob sich eine Datei auf dem Server geandert hat, bevor es eine neue Version hochladt. Wenn es nicht moglich ist, eine lokal geanderte Datei auf den Server hochzuladen, wird sie im Backup-Verzeichnis lost+found gespeichert. Du solltest dieses Verzeichnis ab und zu uberprufen und entscheiden, was mit diesen Dateien zu tun ist. Manchmal gibt ein Client eine Sperre nicht wieder frei. Moglicherweise ist er abgesturzt oder die Netzwerkverbindung ist zusammengebrochen. Wenn mount.davfs feststellt, dass eine Datei auf dem Server gesperrt ist, pruft es, ob die Sperre vom Benutzer mit Hilfe von mount.davfs angelegt wurde. In diesem Fall versucht es, die vorhandene Sperre zu verwenden. Dies gelingt aber nicht immer. Deshalb sollten Server Sperren automatisch entfernen, wenn sie vom Client nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit erneuert werden. WebDAV erlaubt es auch, Dateien zu sperren, die gar nicht existieren (damit niemand anderes den Namen benutzt, wenn ein Client eine neue Datei anlegen will). Solche gesperrten, nicht existierenden Dateien erscheinen im Dateisystem mit der Grosse 0 und dem Anderungsdatum 1970-01-01. Wenn Sperren nicht ordnungsgemass wieder frei gegeben werden, kann u.U. nicht mehr auf die Datei zugegriffen werden. Mit Hilfe von cadaver(1) konnen solche Sperren entfernt werden. EIGENTUMER UND DATEIRECHTE davfs2 regelt die Zugriffskontrolle durch Unix-Dateirechte. Aber das Anderen des Eigentumers und der Dateirechte ist nur lokal wirksam. Damit kann der Besitzer eines Dateisystems festlegen, welche anderen lokalen Benutzer auf sein Dateisystem zugreifen durfen. Der Server weiss davon nichts. Fur ihn gibt es nur den einen Benutzer (ausgewiesen durch die vertraulichen Zugangsdaten). Ein anderer WebDAV-Client, der mit dem gleichen Server verbunden ist, bekommt von diesen lokalen Anderungen an Eigentumer und Dateirechten nichts mit. Es gibt eine Ausnahme: Das Execute-Bit fur Dateien wird auf dem Server als WebDAV-Eigenschaft gespeichert. Mann sollte dies eher als eine Information uber den Dateityp betrachten, denn als ein Dateirecht. Ob die Datei lokal ausfuhrbar ist, wird weiterhin durch die Mount-Optionen und die lokalen Rechte festgelegt. Wenn das Dateisystem ausgehangt wird, werden die Attribute der Dateien im Cache gespeichert, ebenso die der ubergeordneten Verzeichnisse. Es werden aber keine Attribute von Verzeichnissen gespeichert, die keine Dateien enthalten, die im Cache sind. DATEIEN /etc/davfs2/davfs2.conf Systemweite Konfigurationsdatei. ~/.davfs2/davfs2.conf Konfigurationsdatei im Home-Verzeichnis des Benutzers. Sie hat Vorrang vor der systemweiten Konfigurationsdatei. Wenn sie nicht existiert, legt mount.davfs eine Vorlage an. /etc/davfs2/secrets Enthalt vertrauliche Zugangsdaten fur den WebDAV-Server und den Proxy, sowie Passworter zur Entschlusselung von Client-Zertifikaten. Die Datei darf nur Schreib- und Leserechte fur root haben. ~/.davfs2/secrets Enthalt vertrauliche Zugangsdaten fur den WebDAV-Server und den Proxy, sowie Passworter zu Entschlusselung von Client-Zertifikaten. Die Datei darf nur Schreib- und Leserechte fur den Besitzer haben. Zugangsdaten und Passworter werden vorrangig dieser Datei entnommen. Wenn keine gefunden werden, wird die systemweite Datei durchsucht. Wenn die Zugangsdaten und Passorter nicht gefunden werden, wird der Benutzer danach gefragt (falls nicht anders konfiguriert). Wenn die Datei nicht existiert, legt mount.davfs eine Vorlage an. /etc/davfs2/certs Hier konnen vertrauenswurdige Server-Zertifikate gespeichert werden, die nicht auf normale Weise mit Hilfe der CA-Zertifikate des Systems uberpruft werden konnen. Das ist dann sinnvoll, wenn der Server ein selbst gemachtes Zertifikat benutzt. Um ein solches Zertifikat zu benutzen, muss dies in /etc/davfs2/davfs2.conf oder ~/.davfs2/davfs2.conf konfiguriert werden. Die Zertifikate mussen im PEM-Format vorliegen. Vergiss nicht, das Zertifikat selbst zu prufen. ~/.davfs2/certs Hier konnen vertrauenswurdige Server-Zertifikate gespeichert werden, die nicht auf normale Weise mit Hilfe der CA-Zertifikate des Systems uberpruft werden konnen. Das ist dann sinnvoll, wenn der Server ein selbst gemachtes Zertifikat benutzt. Um ein solches Zertifikat zu benutzen, muss dies in ~/.davfs2/davfs2.conf konfiguriert werden. Die Zertifikate mussen im PEM-Format vorliegen. Vergiss nicht, das Zertifikat selbst zu prufen. /etc/davfs2/certs/private Hier konnen Client-Zertifikate im PKCS#12-Format gespeichert werden. Die Benutzung muss in /etc/davfs2/davfs2.conf oder ~/.davfs2/davfs2.conf konfiguriert werden. Das Verzeichnis darf nur Schreib-, Lese- und Ausfuhrungsrecht fur root haben. ~/.davfs2/certs/private Hier konnen Client-Zertifikate im PKCS#12-Format gespeichert werden. Die Benutzung muss in ~/.davfs2/davfs2.conf konfiguriert werden. Das Verzeichnis darf nur Schreib-, Lese- und Ausfuhrungsrecht fur den Besitzer haben. /var/run/mount.davfs Hier speichert der Hintergrundprozess eine PID-Datei. Das Verzeichnis muss zur Gruppe nobody gehoren; die Gruppe muss Schreibrecht haben und das Sticky-Bit muss gesetzt sein (Dateimodus 1775). Der Name der PID-Datei wird vom Einhangepunkt abgeleitet. /var/cache/davfs2 Dieses systemweite Cache-Verzeichnis wird benutzt, wenn root das Dateisystem einhangt. Es muss zur Gruppe nobody gehoren und die Gruppe muss Lese-, Schreib- und Ausfurungsrecht haben. Fur jedes Dateisystem wird ein Unterverzeichnis angelegt. Der Name des Unterverzeichnisses wird aus der URL, dem Einhangepunkt und dem Benutzernamen gebildet. ~/.davfs2/cache Cache-Verzeichnis im Home-Verzeichnis des Benutzers. Fur jedes Dateisystem wird ein Unterverzeichnis angelegt. mount.davfs versucht fehlende Verzeichnisse zu erstellen. Aber es lasst die Pfoten von /etc/davfs2. UMGEBUNGSVARIABLEN DAVFS_PASSWORD If set, this environment variable will be used as the password for WebDAV authentication if no password is specified via the command line option and in preference to anything found in secrets files. This allows for scripted mounting without storing passwords in files or exposing them in command line arguments; especially relevant in the context of CI runners. https_proxy http_proxy all_proxy Wenn kein Proxy konfiguriert ist, wird der Wert dieser Umgebungsvariablen benutzt. Der Proxy kann mit und ohne Schema, sowie mit und ohne Port angegeben werden. http_proxy=[http://]foo.bar[:3218] Wird nur benutzt, wenn der Benutzer root das Dateisystem einhangt. no_proxy Eine durch Kommas getrennte Liste von Domainnamen, auf die direkt zugegriffen werden soll. * passt auf alle Domainnamen. Ein Domainname, der mit einem Punkt . beginnt, umfasst auch alle Subdomains. Wird nur benutzt, wenn der Benutzer root das Dateisystem einhangt. Wird nicht benutzt, wenn der Proxy in /etc/davfs2 festgelegt wird. BEISPIELE Normaler Benutzer (z.B filomena): Damit ein normaler Benutzer ein Dateisystem einhangen kann, ist ein Eintrag in fstab notig. http://webdav.org/dav /media/dav davfs noauto,user 0 0 Falls ein Proxy benutzt werden soll, sollte dies in /etc/davfs2/davfs2.conf konfiguriert werden. proxy proxy.mycompany.com:8080 Die vertraulichen Zugangsdaten fur den Server werden in /home/filomena/.davfs2/secrets gespeichert. proxy.mycompany.com filomena "my secret" /media/dav webdav-username password If you have two-factor authentication enabled and if you can provide the token together with the password in the form of password:token, then add the string '2FA' as the forth parameter and you will be asked for token during mounting. /media/dav user-name "p@ss\"w0rd" 2FA Jetzt kann Benutzerin filomena das Dateisystem einhangen durch mount /media/dav und dieselbe Benutzerin filomena kann es aushangen durch umount /media/dav Nur Benutzer root: Die WebDAV-Resource https://asciigirl.com/webdav wird im Verzeichnis /mount/site eingehangt. Der Netzwerkverkehr wird verschlusselt. Die vertraulichen Zugangsdatenen fur http://webdav.org/dav werden /etc/davfs2/secrets entnommen. Falls sie da nicht gefunden werden, wird der Benutzer gefragt. mount -t davfs -o uid=otto,gid=users,mode=775 https://asciigirl.com/webdav /mount/site Die WebDAV-Resource http://linux.org.ar/repos wird auf /dav eingehangt. mount.davfs -o uid=otto,gid=users,mode=775 http://linux.org.ar/repos/ /dav FEHLER davfs2 unterstutzt keine Links. Ein davfs2-Dateisystem kann nicht mit mount --move verschoben werden. AUTOREN Dieses Handbuch wurde von Luciano Bello fur die Version 0.2.3 von davfs2 in Debian geschrieben. Fur spatere Versionen wurde es von Werner Baumann angepasst. davfs2 wurde von Sung Kim entwickelt. Version 1.0.0 (und spatere) von davfs2 sind eine vollstandige Neufassung von Werner Baumann. UBERSETZER Das Handbuch wurde von Werner Baumann ubersetzt. 2009-04-27 DAVFS2 HOME https://github.com/alisarctl/davfs2 SIEHE AUCH umount.davfs(8), davfs2.conf(5), mount(8), umount(8), fstab(5) davfs2 2020-08-03 mount.davfs(8)