'\" t .\" Title: last .\" Author: [see the "AUTHOR(S)" section] .\" Generator: Asciidoctor 2.0.26 .\" Date: 2026-09-02 .\" Manual: Dienstprogramme für Benutzer .\" Source: util-linux 2.42.3 .\" Language: English .\" .TH "LAST" "1" "2026-09-02" "util\-linux 2.42.3" "Dienstprogramme für Benutzer" .ie \n(.g .ds Aq \(aq .el .ds Aq ' .ss \n[.ss] 0 .nh .ad l .de URL \fI\\$2\fP <\\$1>\\$3 .. .als MTO URL .if \n[.g] \{\ . mso www.tmac . am URL . ad l . . . am MTO . ad l . . . LINKSTYLE blue R < > .\} .SH "BEZEICHNUNG" last, lastb \- eine Liste der zuletzt angemeldeten Benutzer anzeigen .SH "ÜBERSICHT" .sp \fBlast\fP [Optionen] [\fIBenutzername\fP|\fITerminal\fP] … .sp \fBlastb\fP [Optionen] [\fIBenutzername\fP|\fITerminal\fP] … .SH "BESCHREIBUNG" .sp \fBlast\fP durchsucht die Datei \fI/var/log/wtmp\fP (oder die durch die Option \fB\-f\fP angegebene Datei) rückwärts und zeigt eine Liste aller Benutzer an, die sich seit der Erstellung der Datei angemeldet (und abgemeldet) haben. Einer oder mehrere Benutzernamen und/oder TTYs können angegeben werden, in welchem Fall \fBlast\fP nur die Einträge anzeigt, die auf diese Argumente passen. Die Namen der TTYs können abgekürzt werden, daher ist \fBlast 0\fP gleichbedeutend mit \fBlast tty0\fP. .sp Wenn ein \fBSIGINT\fP\- oder ein \fBSIGQUIT\fP\-Signal empfangen wird, zeigt \fBlast\fP an, wie weit die Suche durch die Datei bereits fortgeschritten ist; im Falle des \fBSIGINT\fP\-Signals (erzeugt mit der Interrupt\-Taste; üblicherweise Strg\-C) wird \fBlast\fP dann beendet. .sp Der Pseudo\-Benutzer \fBreboot\fP meldet sich jedesmal an, wenn das System neu gestartet wird. Daher zeigt \fBlast reboot\fP ein Protokoll aller Neustarts seit der Erstellung der Protokolldatei an. .sp \fBlastb\fP ist gleichbedeutend mit \fBlast\fP, außer dass es in der Voreinstellung ein Protokoll aus der Datei \fI/var/log/btmp\fP anzeigt, welches die fehlgeschlagenen Anmeldeversuche enthält. .SH "OPTIONEN" .sp \fB\-a\fP, \fB\-\-hostlast\fP .RS 4 zeigt den Rechnernamen in der letzten Spalte an. Dies ist in Kombination mit der Option \fB\-d\fP nützlich. .RE .sp \fB\-d\fP, \fB\-\-dns\fP .RS 4 übersetzt die IP\-Nummer zurück in einen Rechnernamen. Bei nichtlokalen Anmeldungen speichert Linux nicht nur den Namen des fernen Rechners, sondern auch dessen IP\-Nummer. .RE .sp \fB\-f\fP, \fB\-\-file\fP \fIDatei\fP .RS 4 weist \fBlast\fP an, eine bestimmte Datei anstelle von \fI/var/log/wtmp\fP zu verwenden. Die Option \fB\-f\fP kann mehrfach angegeben werden, wodurch alle angegebenen Dateien verarbeitet werden. .RE .sp \fB\-F\fP, \fB\-\-fulltimes\fP .RS 4 gibt die vollständigen Zeiten und Daten der An\- und Abmeldungen aus. .RE .sp \fB\-i\fP, \fB\-\-ip\fP .RS 4 wie \fB\-d\fP, zeigt aber die IP\-Adresse des Rechners anstelle des Namens an. .RE .sp \fB\-n\fP, \fB\-\-limit\fP \fIZahl\fP .RS 4 gibt die maximal anzuzeigende Anzahl der Anmeldungen an. .RE .sp \fB\-\fP\fIZahl\fP .RS 4 ist gleichbedeutend mit \fB\-n\fP \fIZahl\fP. .RE .sp \fB\-p\fP, \fB\-\-present\fP \fIZeit\fP .RS 4 zeigt die Benutzer an, die zur angegebenen \fIZeit\fP angemeldet waren. Wie Sie die _Zeit_angeben können, lesen Sie nachfolgenden Abschnitt \fBZEITFORMATE\fP. .RE .sp \fB\-R\fP, \fB\-\-nohostname\fP .RS 4 unterdrückt die Ausgabe des Rechnernamenfeldes. .RE .sp \fB\-s\fP, \fB\-\-since\fP \fIZeit\fP .RS 4 zeigt den Status der Anmeldungen seit dem angegebenen \fIZeitpunkt\fP an. Die Option kann mit \fB\-t\fP kombiniert werden, um einen Zeitraum abzudecken. .RE .sp \fB\-t\fP, \fB\-\-until\fP \fIZeit\fP .RS 4 zeigt den Status der Anmeldungen bis zu der angegebenen \fIZeit\fP an. .RE .sp \fB\-T\fP, \fB\-\-tab\-separated\fP .RS 4 verwendet in der Ausgabe ASCII\-Tabulatorzeichen zur Trennung der Spalten anstelle von Leerzeichen. .RE .sp \fB\-\-time\-format\fP \fIFormat\fP .RS 4 definiert das Erscheinungsbild des Zeitstempels, entweder \fBnotime\fP, \fBshort\fP, \fBfull\fP oder \fBiso\fP. Die Variante \fBnotime\fP gibt keinerlei Zeitstempel aus, \fBshort\fP ist die Vorgabe, und \fBfull\fP ist gleichbedeutend mit der Option \fB\-\-fulltimes\fP. Die Variante \fBiso\fP zeigt den Zeitstempel im ISO\-8601\-Format an. Das ISO\-Format zeigt Informationen zur Zeitzone an, wodurch es bevorzugt zum Einsatz kommt, wenn Ausgaben außerhalb des Systems untersucht werden. .RE .sp \fB\-w\fP, \fB\-\-fullnames\fP .RS 4 zeigt die vollständigen Benutzernamen und Domainnamen bzw. IP\-Adressen. Domainnamen und IP\-Adressen werden auf 16 Zeichen und Benutzernamen auf 8 Zeichen gekürzt, wenn dieser Schalter nicht angegeben ist. An das Ende der gekürzten Felder wird ein Asterisk gesetzt. .RE .sp \fB\-x\fP, \fB\-\-system\fP .RS 4 zeigt die Einträge zum Herunterfahren und zu den Runlevel\-Änderungen des Systems an. .RE .sp \fB\-h\fP, \fB\-\-help\fP .RS 4 zeigt einen Hilfetext an und beendet das Programm. .RE .sp \fB\-V\fP, \fB\-\-version\fP .RS 4 zeigt Versionsinformationen an und beendet das Programm. .RE .SH "ZEITFORMATE" .sp Das Argument \fIZeit\fP kann in den folgenden Formen angegeben werden: .sp .if n .RS 4 .nf .fam C JJJJMMTThhmmss JJJJ\-MM\-TT hh:mm:ss JJJJ\-MM\-TT hh:mm\& (Sekunden werden auf 00 gesetzt) JJJJ\-MM\-TT\& (Zeit wird auf 00:00:00 gesetzt) hh:mm:ss\& (Datum wird auf heute gesetzt) hh:mm\& (Datum wird auf heute gesetzt, Sekunden auf 00) now today\& (Zeit wird auf 00:00:00 gesetzt) yesterday\& (Zeit wird auf 00:00:00 gesetzt) tomorrow\& (Zeit wird auf 00:00:00 gesetzt) \-number[smht]\& (Sekunden/Minuten/Stunden/Tage bis jetzt) .fam .fi .if n .RE .sp Beispiele für das \fB\-\fP\fIZahl\fP[\fBsmht\fP]\-Format sind: \fB\-5m\fP, \fB\-6h\fP, \fB\-2d\fP. Die Angabe der Einheit kann länger sein: \fB\-5min\fP, \fB\-6hours\fP, \fB\-2days\fP. .SH "DATEIEN" .sp \fI/var/log/wtmp\fP, \fI/var/log/btmp\fP .SH "ANMERKUNGEN" .sp Die Dateien \fIwtmp\fP und \fIbtmp\fP könnten nicht gefunden werden. Das System protokolliert nur Informationen in diesen Dateien, wenn diese vorhanden sind. Dies ist ein Problem der lokalen Konfiguration. Wenn Sie diese Dateien verwenden wollen, können sie mit dem einfachen Befehl \fBtouch\fP(1) angelegt werden (zum Beispiel \fBtouch /var/log/wtmp\fP). .sp Ein leerer Eintrag ist als Wtmp\-Eintrag ein gültiger Typ. Dies bedeutet, dass eine leere Datei oder eine Datei mit Nullen nicht als Fehler interpretiert wird. .sp Das utmp\-Dateiformat verwendet feste Größen der Zeichenketten, was es unmöglich macht, sehr lange Zeichenketten in der Datei zu speichern und durch \fBlast\fP anzeigen zu lassen. Die üblichen Begrenzungen liegen bei 32 Byte für einen Benutzer und Leitungsnamen und 256 Bytes für einen Rechnernamen. .SH "AUTOREN" .sp .MTO "miquels\(atcistron.nl" "Miquel van Smoorenburg" "" .SH "SIEHE AUCH" .sp \fBlogin\fP(1), \fBwtmp\fP(5), \fBinit\fP(8), \fBshutdown\fP(8) .SH "FEHLER MELDEN" .sp Nutzen Sie zum Melden von Fehlern das \c .URL "https://github.com/util\-linux/util\-linux/issues" "Fehlererfassungssystem" "." .SH "VERFÜGBARKEIT" .sp Der Befehl \fBlast\fP ist Teil des Pakets util\-linux, welches aus dem \c .URL "https://www.kernel.org/pub/linux/utils/util\-linux/" "Linux\-Kernel\-Archiv" "" heruntergeladen werden kann.